Musikertreff
· 22w
Ah - dann sind wir uns also einig dass alle Geldscheine die gerade im Umlauf sind wenn die Zentralbank eingestellt wird wertlos sind. Genau das war mein Punkt.
Wert ist subjektiv. Wert entsteht durch das Bauchgefühl des Konsumenten. Glaubt der Konsument, er könnte mit seinen Papierzetteln reale Produkte kaufen und dieser Glaube wird in der Praxis dadurch gedeckt, dass eben dies möglich ist, dann sind bedruckte Papierzettel etwas "wert". Mit oder ohne Zentralbank. (Das hier ist österreichische Schule, erstes Semester, erste Stunde, erste Minute. Das sollte dir als Bitcoiner durch die Blutbahn schießen.)
Es existiert kein "intrinsischer" Wert und Wert entsteht auch nicht durch Gewaltanwendung (das wäre die MMT-Argumentation und deine, wonach eine Zentralbank Steuern fordert, wodurch eine Nachfrage nach Zentralbankgeld entsteht).
Wo liegt der "Wert" von Geld? Das hat Ludwig von Mises 1912 in "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel" anhand des Regressionstheorems erklärt: Geld hat einen "Wert", weil es GESTERN einen "Wert" hatte. Leute lernen im Zeitverlauf durch Versuch und Irrtum. Nimmt der Händler deinen Geldschein nicht mehr an, musst du dir was besseres suchen, was gängige Praxis in einer Hyperinflation ist. Hat dein Geld aber einen gängigen Marktpreis und ist nicht wertvoller als die Schubkarre, mit der du es transportierst, wie z.B. der US-Dollar oder Bitcoin, dann ist dieses Geld offensichtlich marktfähiger.
Das hier ist so dermaßenes ökonomisches Basiswissen, es schockiert mich, dass du das nicht weißt, sondern auf keynesianisch-etatistischen Müll reinfällst...