Imho liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte eurer beiden Aussagen: Wir sind weit gekommen, dennoch scheint es so als wenn Bitcoin, die Nutzung und das gesellschaftliche Verständnis all dessen irgendwo zwischendrin komisch abgebogen ist, das Narrativ teils gekapert scheint und die Musik grade am falschen Ende spielt.
Ich würde auch sagen, dass es keine generelle Sicht darauf gibt und diese Perspektiven und Fragestellungen nur auf persönlicher Ebene beantwortet werden können: "Bitcoin is different things to different people" und Adaption findet eine Person nach der amderen statt, hat verschiedenste Abstufungen und ist trotzdem mehr eine Einbahnstraße als ein Spektrum. Ich kenne immer mehr Leute, die sich dafür aus unterschiedlichsten Gründen interessieren — und dennoch ist die tech ische Hürde wie von Manu angesprochen dann oftmals eine Bremse, Dinge scheinen plötzlich kompliziert und trotzdem ist jeder selbst verwahrte Satoshi auch Anreiz für die Steigerung der persönlichen Souveränitat, nicht nur auf's Monetäre bezogen.
Lange Rede, kurzer Sinn: ich sehe valide Publte in beiden Ansichten und oszilliere mittlerweile auch stark zwischen diesen Perspektiven. Mein aktuelles Fazit: Bitcoin ist bereit für die Gesellschaft, die Gesellschaft aber noch nicht bereit für Bitcoin.