Bücher sterben nicht an Amazon, sondern an Mutlosigkeit im Handel.
Der deutsche Buchhandel steckt seit Jahren in der Krise: Jede vierte Buchhandlung ist bereits verschwunden – nicht nur wegen des Online-Handels oder des Stadtbildes, sondern auch wegen Opportunismus', Gesinnungsdrucks und verlorener Kundenliebe.
Buchhändlerin Susanne Dagen hält im Interview mit Michael Klonovsky dagegen: mit einem bewusst breit aufgestellten Sortiment, unbequemem Meinungsprofil und der unabhängigen Buchmesse
#SeitenWechsel, die trotz Boykottversuchen wächst und 2025 bereits bis zu 150 Aussteller und 10.000 Besucher anziehen könnte.
Ihr Fazit: Die Fläche des stationären Buchhandels wird weiter schrumpfen, Filialketten und Großverlage dominieren – aber für unabhängige Unternehmer mit Widerstandskraft, Profil und Nähe zum Leser gibt es weiterhin Chancen.