Damus

Recent Notes

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Bei der Einführung der Pflegeversicherung nannte man pflegende Angehörige „Stille Samariter“, heute nennt man sie „Helden des Alltags“
Und bei all diesen Heiligsprechungen geht es ausschließlich darum, Versorgungsfragen ins Familiäre zu drängen und Frauen ans Pflegebett zu ketten.
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Lokalzeitung berichtet über einen Fachpfleger der schweren Herzens überlegt, seinen Beruf aufzugeben, um sich um seine Mutter kümmern.
Kommentar: „Wie toll, dass er seinen Beruf für seine Mutter aufgibt, das sollte selbstverständlich sein 😍😍😍“

Romantisierung von Unterversorgung und emotionaler Erpressung.
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Klar kann man kritisieren, dass der Pflegeberuf in dieser Pflegestrukturkommission politisch mal wieder ausgeklammert wird.
Andererseits (ich überlege laut): Würde man Leistungskürzungen damit verhindern? Oder würde man sich nicht sogar noch zum Feigenblatt machen, mit dem die Kürzungen gerechtfertigt werden? Würde man nicht in die Falle tappen, gewisse Kompromisse mittragen zu müssen.
Repräsentanz ist nicht alles.
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Warum man beim Wort „stärken“ Politiker bedrängen sollte zu sagen, was sie damit meinen:
„Pflegende Angehörige stärken“, muss nämlich nicht bedeuten, dass sie finanziell besser abgesichert werden, oder durch mehr Dienstleistungen entlastet werden. Es kann offenkundig auch bedeuten, dass Angehörige mehr zu Hause leisten, zum Beispiel in Form von Leistungsentzug.
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Vor einer Weile ärgerte sich eine Assistenzärztin über eine Patientin, die, nachdem wir beide uns einen ganzen Nachmittag intensiv um sie gekümmert haben, dem Chefarzt sagte, es ginge ihr „beschissen“.
Natürlich habe ich sie beruhigt, dass sie das nicht als Kritik an sie auffassen muss, dass Patient*innen oft je nach Person unterschiedliche Beschwerden kommunizieren usw.

Und naja, ich bin jetzt wohl in DIESEM Alter.
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Können wir uns nicht nur, aber gerade aufgrund des Rechtsrucks daran erinnern, warum man in der Gesundheitspolitik keine „ergebnisoffenen Vorschläge“, keine „Reformvorschläge ohne politische Festlegung“ und keine „Vorschläge ohne Schere im Kopf“ fordern sollte?
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Nein, lieber Handwerker, du bist nicht schlauer als die Soziologiestudierenden, weil du nach deinem Hauptschulabschluss eine Lehre und dann Meister gemacht hast und nun mit deinem eigenen Betrieb gut verdienst.

Du hast das Beste aus deinen Möglichkeiten gemacht. Nicht weniger, aber halt auch nicht mehr.
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„Die Betreuungsperson für unser pflegebedürftiges Familienmitglied gehört für uns einfach zur Familie. ❤️❤️❤️ Aber mit dem Wegfall der Verhinderungspflege werden wir sie nicht mehr bezahlen können. 💔“

Vorab: Ja die geplanten Regelungen werden so einige Familien in Schwierigkeiten bringen und sind deshalb ne Sauerei.

Aber: wenn eine Person nur gegen Bezahlung zur Familie gehören kann, gehört sie nicht zur Familie. Wenigstens soweit sollte man Lohnverhältnisse verstanden haben.
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Wenn das nächste Mal jemand behauptet, dass „diese Reformen“ notwendig seien, möchte ich, dass demjenigen über den Mund gefahren wird und die Frage aufgedrängt wird, warum es notwendig ist, dass Pflegebedürftige noch schlechter versorgt werden als jetzt und sie mit ihren Familien noch schneller in die Armut rutschen? Wer braucht das?
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Man muss ja nicht für den höheren Pflegeversicherungsbeitrag für Kinderlose sein, aber
- er soll nicht zum Kinderkriegen motivieren
- er soll Kinder im Erwachsenenalter nicht zur Angehörigenpflege verpflichten (und damit Eltern professionelle Versorgung vorenthalten im Übrigen)
Er ist innerhalb eines Umlageprinzips ein Ausgleich für die finanziellen Belastungen durch Erziehungsarbeit für die nächste Generation Beitragszahlende.