Damus

Recent Notes

markusturm · 4w
mir geht es darum zu zeigen das die einfachen Lösungen nicht funktionieren, es ist viel arbeit und es braucht zeit
markusturm · 4w
Warum ist die Zentralbank eigentlich so gefährlich? Weil sie es Staaten ermöglicht, sich in großem Stil und über lange Zeiträume zu verschulden, ohne sofort die politischen und wirtschaftlichen ...
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Ich stimme dir im Kern zu, allerdings mit einer notwendigen Verschärfung. Entscheidend ist nicht der Überschuss als solcher, sondern die institutionelle Logik, aus der er entsteht. Dass zuerst die Ausgaben massiv gekürzt und diese Kürzungen anschließend in Steuersenkungen überführt werden, ist zwar der einzig konsistente Weg innerhalb eines staatlichen Rahmens. Gleichzeitig bleibt er ein zweitbester Zustand, weil auch reduzierte Steuern weiterhin Zwangsabgaben darstellen und nicht die Anerkennung individueller Eigentumsrechte.

Der Überschuss ist daher kein Erfolg, sondern ein Symptom eines Übergangs. Er entsteht nur, weil der Staat schneller schrumpft, als er seine Zugriffsmöglichkeiten auf Einkommen abbaut. In dem Moment, in dem Ausgaben und Einnahmen parallel weiter sinken, verschwindet auch der Überschuss – und genau das wäre konsequent. Ein dauerhaftes Plus würde im Gegenteil bedeuten, dass der Staat mehr Eigentum entzieht, als selbst sein reduzierter Apparat benötigt.

Zugleich ist Skepsis angebracht: Fiskalische Disziplin entzieht dem Staat Handlungsspielraum nur solange, wie sie politisch gewollt ist. Solange die institutionelle Struktur bestehen bleibt, bleibt auch die Möglichkeit, Einsparungen jederzeit wieder in neue Programme, neue Umverteilung oder neue Klientelpolitik zu überführen. Die Geschichte zeigt, dass Staaten Einsparungen nicht als Rückbau, sondern als zukünftige Reserve begreifen.

Beim Thema Zentralbank teile ich die Analyse, gehe aber einen Schritt weiter. Dass sie an Macht verliert, sobald keine neuen Schulden aufgenommen und bestehende tatsächlich abgebaut werden, ist richtig – aber das reduziert lediglich den Schaden, es neutralisiert ihn nicht. Das Problem ist nicht die aktuelle Nutzung, sondern die Existenz einer Institution, die Geld von Markt, Haftung und Eigentum trennt. Solange sie existiert, bleibt monetäre Enteignung jederzeit reaktivierbar, unabhängig von aktuellen Absichten.

Deshalb reicht Haushaltsdisziplin strukturell nicht aus. Ohne einen tiefgreifenden Umbau hin zu Dezentralisierung, klarer Kompetenztrennung und echter fiskalischer Verantwortung auf möglichst niedriger Ebene bleibt jede Reform reversibel. Freiheit entsteht nicht dadurch, dass Macht gerade „richtig“ genutzt wird, sondern dadurch, dass sie nicht mehr zentral gebündelt werden kann.

Ob Argentinien tatsächlich einen Bruch mit dem alten System vollzieht, wird sich nicht an Wachstumszahlen oder Überschüssen entscheiden, sondern daran, ob Rückfälle institutionell unmöglich gemacht werden. Andernfalls bleibt das Projekt ein zeitlich begrenztes Experiment innerhalb eines grundsätzlich unveränderten Machtapparats.

Die Hoffnung ist berechtigt – aber sie muss nüchtern bleiben. Denn wenn am Ende nur ein disziplinierterer Staat übrig bleibt, statt ein strukturell begrenzter, wäre das kein Beweis für das Funktionieren einer freiheitlichen Ordnung, sondern lediglich für eine temporär bessere Verwaltung desselben Problems.
markusturm · 4w
"Ein dauerhaftes Plus würde im Gegenteil bedeuten, dass der Staat mehr Eigentum entzieht, als selbst sein reduzierter Apparat benötigt." bei dem stimme ich nicht zu. Wir reden hier von 0.2%, und ich bin der Meinung das erst gekürzt werden muss und dann gesenkt, ansonsten raubst du nur an anderer...
markusturm · 4w
- Steuern senken - Deregulieren - Schulden tilgen - Macht an Provinzen abgeben Wenn du dir Ländern anschaust die keine Zentralbank haben dann merkst du, andere Dinge sind wichtiger. Die Zentralbank kann jetzt keinen Schaden anrichten aber Politiker könnten sie nach Mileis abgang wieder nutze...
markusturm · 4w
Die Steuersenkungen Mileis wären in Deutschland 117 Mrd, bei einem Haushalt von etwa 500 Mrd. Das alles bei einem Wietschaftswachstum von 5%
markusturm · 4w
Präsident Mileis „Null-Defizit“-Politik Argentinien hat 2025 einen historischen Erfolg erzielt und zum zweiten Mal in Folge einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet, nachdem auch alle öffentli...
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Die Frage ist jetzt in wie fern kann ein Staat überhaupt einen Überschuss erwirtschaften (ist ja schließlich geraubtes Geld) und was macht Milei jetzt damit? Die einzig richtige Entscheidung aus meiner Sicht wäre dieses Geld der Bevölkerung zurück zu geben. Wie siehst du das?
markusturm · 4w
Er macht es tatsächlich so: Er kürzt zunächst die Staatsausgaben und gibt genau diese Einsparungen dann in Form von Steuersenkungen an die Bürger zurück. Das funktioniert aber nur in dieser Reihenfolge: Erst kürzen, dann entlasten. Er hat die Staatsausgaben um 27 % reduziert und genau diese...
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Warum Geld so wichtig ist – für unser Leben, unsere Familie, unsere Gesundheit

Geld ist nicht nur Zahlen auf einem Konto. Geld ist gespeicherte Lebenszeit. Es ist das, was wir durch Arbeit, Mühe und Hingabe verdienen, um unsere Zukunft zu sichern und unsere Familien zu versorgen.


1. Sicherheit statt ständige Sorge

Wenn das Geld stabil ist, können wir planen. Wir können sparen, ein Haus bauen, unsere Kinder absichern. Instabiles Geld dagegen – wie unser heutiges Fiat-Geld – frisst unsere Ersparnisse auf. Das erzeugt dauerhafte Unsicherheit: Menschen haben das Gefühl, ständig hinterherlaufen zu müssen. Diese innere Unruhe führt zu Stress, Erschöpfung und sogar Krankheit.


2. Gesundheit durch Stabilität

Finanzielle Angst ist eine der größten Belastungen für Körper und Geist. Wer ständig darüber nachdenken muss, wie er steigende Preise bezahlt oder ob das Geld für die Zukunft reicht, lebt im Dauerstress. Chronische Anspannung führt zu Schlafproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen.
Stabiles Geld bedeutet dagegen weniger Sorgen – und damit mehr Gesundheit, Ruhe und Lebensfreude.


3. Geld formt unser Denken

Mit schlechtem Geld lernen wir: „Ich muss jetzt ausgeben, bevor es morgen weniger wert ist.“ Das fördert Kurzfristigkeit, Konsumzwang und Abhängigkeit.
Mit gutem Geld lernen wir: „Ich kann sparen, aufbauen und für die Zukunft vorsorgen.“ Das stärkt Verantwortungsgefühl, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, langfristig zu denken.


4. Geld ist das Fundament für Familie und Zukunft

Wir alle arbeiten nicht nur für uns, sondern auch für die, die nach uns kommen. Gutes Geld bewahrt unsere Leistung für die Kinder und Enkel. Es erlaubt uns, Werte weiterzugeben – nicht nur materiell, sondern auch kulturell.
Schlechtes Geld dagegen zerstört diesen Zusammenhang. Es zwingt Menschen in das Hier und Jetzt, nimmt ihnen Hoffnung und verhindert nachhaltiges Leben.