Damus
Tom profile picture
Tom
@Tom

Nomad between Bangkok & Bucharest. No fixed address, no phone-number identity.
Bitcoin · Nostr · GrapheneOS · Cantillon Effect · Wu Wei
Living without anchors.
Not your keys, not your thoughts.
I don't spread likes, I zap.

"Dass da Niemand ist, weiß Keiner."

nostr:naddr1qqgx2dpe8qurwdnzvy6rvdecx5ex2q3qwqvk0w8qgw6nn4vurfp9rj5e9vsclfng6fzqhuauc6ta7rm77ldqxpqqqp65wrg6g9q

#advaita

Relays (1)
  • wss://nostr.wine – read & write

Recent Notes

Tom profile picture
Doubt everything that can be doubted — doubt the doubt itself, and then doubt even the one who doubts.
Tom profile picture
Bitcoin Apps, die ich nutze – Teil 12: Point of Sale Lösungen

Eine kleine Rubrik-Pause: Heute geht es um Apps, die ich selbst weniger nutze, aber die für jeden interessant sind, der Bitcoin im eigenen Geschäft annehmen will. Drei Lösungen, drei unterschiedliche Stärken: Coinos, Numo und Blitz.

PoS-Apps unterscheiden sich von normalen Wallets in einem wichtigen Punkt: Sie sind für Annahme statt Versand optimiert. Schnelle Bedienung im Verkaufsgespräch, automatische Auszahlung an die eigene Wallet, möglichst wenig technische Reibung im Alltag.

Ein wichtiges Prinzip vorweg

Coinos und Numo sind aktuell beide custodial – die eingehenden Funds liegen zunächst beim Anbieter. Beide lösen das auf elegante Weise: per Auto-Withdrawal-Funktion. Ab einem selbst gesetzten Schwellenwert wird automatisch an die eigene self-custodial Wallet ausgezahlt.

Das verschiebt das Custody-Risiko in den Bereich eigener Entscheidung: Wieviel bin ich bereit, kurzfristig beim Anbieter zu lassen? 50 €? 500 €? Je niedriger der Schwellenwert, desto mehr Onchain-Gebühren, aber desto weniger Custody-Risiko. Jeder Merchant kann das für sich selbst kalibrieren.

Coinos

Ein einziger Account, der Onchain, Liquid, Lightning und Cashu auf einmal abdeckt. Sehr niedrige Gebühren (0,1% beim Auszahlen), Web-basiert (kein App-Store nötig), Open Source.

Für Merchants, die maximale Flexibilität bei Annahme-Optionen wollen, ist Coinos schwer zu schlagen. Ein Kunde mit Lightning, einer mit Liquid, einer mit Cashu – alle landen auf demselben Account.

Numo

Die spannendste neue PoS-Lösung: Tap-to-Pay über NFC, vergleichbar mit der Apple-Pay-Erfahrung. Der Kunde tippt sein Handy ans Merchant-Phone, eine Cashu-Token-Übertragung läuft im Hintergrund, fertig. Funktioniert offline – wichtig auf Märkten oder bei schlechtem Empfang.

Tap-to-Pay setzt eine Cashu-Wallet beim Kunden voraus. Für klassische Lightning-Wallets (Phoenix, Blink, Alby Go etc.) gibt es Lightning-QR als Alternative – Numo unterstützt beide Wege.

Open Source, kostenlos, NFC funktioniert wegen iOS-Restriktionen nur auf Android.

Blitz

Wenn Blitz ohnehin schon im eigenen Stack ist (Lightning, Liquid, Rootstock, Stablecoins, eigener Hub), liegt der PoS-Modus direkt mit dabei. Kein zweiter Account, keine zweite App. Hier liegt die Custody-Frage anders – die Blitz Wallet ist self-custodial (auch wenn Spark mit eigenen Trust-Trade-offs kommt, siehe Teil 5).

Besonderheit: Blitz kann Stablecoin-Zahlungen im Hintergrund in Bitcoin umwandeln. Für Merchants, die kein Volatilitätsrisiko wollen: Kunde zahlt in USDT, im Konto landen Sats. Für Stablecoin-User, die nicht in Bitcoin investieren wollen: Kunde zahlt in USDT, du bekommst USDT. Diese Flexibilität ist im PoS-Bereich aktuell einzigartig.

Wann was?

→ Mehrere Annahme-Optionen ohne Hardware-Setup, möglichst niedrige Gebühren: Coinos.

→ Tap-to-Pay-Erlebnis im Laden, offline-fähig auf Märkten: Numo.

→ Wer Blitz ohnehin nutzt und Stablecoin-Annahme braucht: Blitz.

Mein Fazit:

Ich nutze keine dieser drei Apps täglich, weil ich keinen Laden betreibe. Aber jede löst ein konkretes Problem auf eigene Weise – und gemeinsam zeigen sie, dass Bitcoin im stationären Handel mittlerweile reif für Mainstream-Akzeptanz ist. Keine teuren Terminals, keine Plattform-Gebühren, keine Banken im Hintergrund.

Wer einen Laden, einen Marktstand oder ein Café betreibt: alle drei sind einen ernsthaften Blick wert.
Tom profile picture
Splitbit
PWA zum Aufteilen von Ausgaben zwischen zwei Personen. Wer hat was gezahlt, wer schuldet wem — gesettled wird über Lightning.
Kein Account, keine Telefonnummer, kein App Store. Browser auf, eintragen, Bolt-Invoice, fertig.

https://splitbit.lovable.app/
👍1
Tom profile picture
Bitcoin Apps, die ich nutze – Teil 11: Cowbolt

Heute eine App, die ein Problem löst, das in keiner anderen Wallet bisher angesprochen wurde: Cowbolt – Bitcoin-natives Expense-Splitting für Gruppen.

Ich habe jahrelang Splid mit meiner Frau genutzt. Eine sehr gute App fürs Aufteilen von Ausgaben, datenschutzfreundlich, ohne Account-Zwang. Was fehlte: Bitcoin. Ich habe den Entwickler mehrfach angeschrieben mit der Bitte, Bitcoin als Settling-Option einzubauen. Kein Interesse.

Dann kam Cowbolt – und löst genau das.

Was ich daran schätze:

→ Expense-Splitting plus sofortiges Settling in einer App. Meine Frau und ich tracken jede gemeinsame Ausgabe, und einmal im Monat settlen wir den offenen Betrag direkt aus der App heraus. Kein Wise, kein PayPal, keine Bank dazwischen.

→ Settling über Liquid integriert. Ein Swipe genügt – der Betrag wird per Liquid-Transaktion zwischen den self-custodial Wallets der Nutzer übertragen. Keine Netzwerk-Auswahl, keine Konfiguration. Liquid ist hier die ideale Wahl: schnell, günstig, vertraulich. Wer trotzdem lieber per Lightning settlen will, kann das außerhalb der App machen.

→ Self-custodial Bitcoin und USDT. Anders als bei Splitwise oder Splid liegen die Funds nirgendwo bei der App – jeder Nutzer hat seine eigene self-custodial Wallet eingebaut.

→ Group Chat eingebaut. Diskussionen über Ausgaben passieren in der App selbst, nicht in einem separaten Messenger – das hält Kontext und Beträge zusammen.

→ Funktioniert grenzüberschreitend. Wir leben zwischen Bangkok und Bukarest – klassisches Banking-Settling wäre ein Albtraum (FX-Gebühren, SWIFT-Verzögerungen, Wise als Pflicht-Zwischenhändler). Cowbolt ignoriert Grenzen, weil Bitcoin sie ignoriert.

→ No accounts, no intermediaries. Self-custody ist konsequent durchgezogen.

Was man wissen sollte:

→ Funktioniert nur mit Mitnutzern, die mitspielen. Splid funktioniert mit jedem, der eine App installiert. Cowbolt braucht Mitnutzer, die Bitcoin akzeptieren oder zumindest neugierig sind. In meinem Fall kein Problem, in vielen Familien oder Freundeskreisen schon.

→ Noch jung. App ist relativ neu (im aktuellen Update wurde z.B. die Convert-Funktion entfernt). Heißt: Features ändern sich, Stabilität ist gut, aber nicht so getestet wie etablierte Splitting-Apps.

→ Kleine Userbase. Verglichen mit Splid (1M+ Downloads) oder Splitwise ist Cowbolt eine Nische. Wer eine Mainstream-App sucht, ist falsch hier – wer eine Bitcoin-native Lösung sucht, ist genau richtig.

Mein Fazit:

Cowbolt ist die App, auf die ich gewartet habe – wortwörtlich, nach jahrelangen erfolglosen Anfragen bei Splid. Für meine Frau und mich ist sie der Daily Driver fürs gemeinsame Haushaltsbudget über zwei Länder hinweg. Monatliches Settling per Liquid – ein Swipe, fertig.

Das zeigt vielleicht am deutlichsten, was Bitcoin im Alltag tatsächlich verändern kann: nicht "Investment", sondern reibungsloses Settling in einer Welt, in der Beziehungen, Familien und Teams zunehmend grenzüberschreitend funktionieren. Cowbolt ist die erste App, die das wirklich konsequent umsetzt – Splitwise-UX, Bitcoin-Settlement.
2
Tom · 5w
Leider hängt die App letzter Zeit ein bisschen, so habe ich eine PWA hier erstellt. Die funktioniert mit Lightning. https://splitbit.lovable.app
Tom profile picture
Bitcoin Apps, die ich nutze – Teil 10: Alby Go

Heute die App, die ich aktuell am häufigsten nutze – und das hat eine kleine Geschichte: Alby Go.

Ich hatte ursprünglich einen eigenen Node mit Alby Hub zu Hause laufen. Bis die Hardware abrauchte. Statt neu aufzubauen, bin ich problemlos zu Alby Cloud umgezogen – das hostet meinen Hub jetzt, aber die Keys bleiben bei mir. Self-Custody in der Cloud, mit deutlich weniger Wartungsaufwand als der eigene Node.

Was ich daran schätze:

→ Self-custodial, auch in der Cloud. Alby Cloud hostet die Hub-Infrastruktur, aber die Channel-Keys bleiben bei mir. Strukturell ähnlich wie Phoenix mit ACINQ – ein Service-Anbieter stellt Infrastruktur, ich behalte die Custody.

→ NWC (Nostr Wallet Connect). Alby Go wird zum Backend für Nostr-Clients und andere Apps. Zaps gehen direkt aus der Wallet, Web-Apps können mit Erlaubnis und Budget-Limits darauf zugreifen. Das ist UX-mäßig ein riesiger Sprung – und ein Feature, das so kaum eine andere App bietet.

→ Lightning Address eingebaut. [email protected] funktioniert sofort, dient gleichzeitig als Nostr-Identifier. Mit eigener Domain auch personalisierbar.

→ Subkonten für Familie. Mehrere getrennte Sub-Wallets unter einem Hub. Damit können Familienmitglieder eigene Lightning-Wallets bekommen, ohne dass jeder einen eigenen Node oder eigene Channel-Liquidität braucht.

→ Reibungsloser Wechsel zwischen Self-Hosted und Cloud. Ich konnte ohne Datenverlust von eigenem Hub zu Alby Cloud wechseln. Funktioniert auch andersrum – wer wieder selbst hosten will, kann zurück. Alby ist konsequent darauf ausgelegt, dass User die Infrastruktur-Schicht selbst wählen können.

→ Bei aktiver Nutzung günstiger als Phoenix. Die monatliche Cloud-Gebühr fällt bei mir niedriger aus als die Phoenix-Routing- und Liquidity-Fees, die sonst entstehen würden. Das war eine Überraschung – und macht Alby Go für meinen Alltag attraktiv.

Was man wissen sollte:

→ Cloud-Anbieter als Single Point of Failure. Die Keys sind bei mir, aber wenn Alby als Service ausfällt, ist der Zugriff auf den Hub temporär beeinträchtigt. Recovery über die Keys bleibt jederzeit möglich, aber im Alltag ist man auf den Service angewiesen.

→ Self-Hosted bleibt die "stärkere" Option. Wer einen eigenen Hub auf Umbrel, Start9 oder Mini-PC betreiben will, hat keine Hosting-Abhängigkeit und ist auch von Alby als Firma unabhängig. Cloud ist die pragmatische Lösung – Self-Hosted ist die souveränere.

→ Monatliche Gebühr läuft. Anders als bei Phoenix (Pay-per-use über Fees) ist Alby Cloud ein Abo. Bei aktiver Nutzung lohnt es sich, bei Wenig-Nutzung wäre Phoenix günstiger.

Mein Fazit:

Alby Go ist meine meistgenutzte Wallet. Self-Custody ohne den Wartungsaufwand eines eigenen Nodes, mit NWC als Killer-Feature für Nostr und alles drumherum, plus Subkonten für die Familie – für meinen Alltag aktuell die beste Lösung.

Phoenix bleibt als zweite self-custodial Lightning-Wallet im Stack, mit anderen Trade-offs. Beide sind self-custodial, beide haben einen Service-Anbieter im Hintergrund (ACINQ bzw. Alby Cloud) – aber unterschiedliche Modelle. Welche besser passt, hängt davon ab, wie aktiv man ist und ob man die NWC- und Subkonten-Features nutzen will.
3
BTCGVA · 5w
Genau. Die APP ladet schnell und bietet einfache Bedienung.
Tom profile picture
Bitcoin Apps, die ich nutze – Teil 9: Cake Wallet

Heute eine Wallet, die ich ehrlich gesagt selten benutze – aber für eine Sache, die kaum eine andere App so gut macht: Cake Wallet.

Der Grund warum sie in meinem Stack bleibt: Silent Payments.

Kurz: Was sind Silent Payments?

Klassisches Bitcoin-Empfangen leakt Privacy. Wer eine Adresse mehrfach veröffentlicht – für Tipping, Spenden, regelmäßige Einnahmen – macht alle eingehenden Zahlungen für jeden Chain-Beobachter korrelierbar.

Silent Payments lösen das. Du veröffentlichst eine statische "Empfangs-Adresse" (mehr ein Public Key als eine Adresse). Jede Wallet, die Silent Payments unterstützt, leitet daraus für jede Zahlung eine eigene, einzigartige On-Chain-Adresse ab, die nur du entschlüsseln kannst. Auf der Chain sieht es aus wie ganz normale, unabhängige Transaktionen – niemand kann erkennen, dass die Zahlungen dem gleichen Empfänger gehören.

Der Clou: Privacy passiert beim Empfänger, nicht beim Sender. Anders als bei PayJoin braucht es keine Koordination zwischen den Parteien.

Was ich an Cake schätze:

→ Silent Payments-Empfang sauber implementiert. Cake ist eine der wenigen Wallets, die SP produktiv anbietet. Für jede Form von veröffentlichter Empfangs-Adresse (Spenden, Tipping, Geschäftliches) ein echter Privacy-Sprung.

→ PayJoin v2 als Ergänzung. Auf der Send-Side hat Cake auch Privacy-Tools – passend für die andere Hälfte der Privacy-Gleichung.

→ Spark-Integration mit echten Privacy-Defaults. Anders als bei Blitz versteckt Cake bei Spark-Zahlungen die Spark-Adressen aus Lightning-Invoices und veröffentlicht keine Transaktionen an öffentliche Explorer. So wird Privacy zur Standardeinstellung, nicht zur optionalen Konfiguration.

→ Multi-Wallet-Architektur. Mehrere getrennte Wallets in einer App – nützlich für saubere Trennung verschiedener Use Cases.

→ Open Source, Hardware-Wallet-Support, kein KYC.

Was man wissen sollte:

→ Silent Payments funktionieren nur, wenn der Sender mitspielt. Solange wenige Wallets SP-Sender-Support haben, ist die Privacy-Wirkung eingeschränkt. Der Trend geht in die richtige Richtung – aber aktuell muss man wissen, dass nicht jeder Zahlende davon profitiert.

→ Multi-Coin-App. Cake unterstützt auch Monero und andere Coins. Für Bitcoin-only-Setups eine ästhetische Reibung – wer das nicht stört, ignoriert es einfach.

→ UX eher Power-User-orientiert. Nicht so eingängig wie Phoenix oder Aqua. Wer Cake nutzen will, sollte Bitcoin-Konzepte schon kennen.

Mein Fazit:

Ich nutze Cake selten – aber genau für Silent Payments ist sie aktuell schwer zu schlagen. Privacy auf der Empfänger-Seite ohne Lightning, ohne Cashu, direkt auf Bitcoin-Mainchain – das ist ein wichtiger Baustein, den noch zu wenige Wallets sauber abdecken. Solange das so bleibt, ist Cake mein Werkzeug für jeden Use Case, bei dem ich eine veröffentlichte Empfangs-Adresse brauche.

Für tieferen Privacy-Bedarf in meinem Alltag setze ich aber zunehmend auf Cashu – andere Architektur, andere Trade-offs, aber für mich der praktischere Weg.
Tom profile picture
Bitcoin Apps, die ich nutze – Teil 8: Bull Bitcoin

Heute eine Wallet-und-Exchange-Kombination, die in eine andere Liga spielt: Bull Bitcoin. Gegründet 2013 in Montreal, mittlerweile auch in Europa, Mexiko, Costa Rica, Argentinien und Kolumbien aktiv. Cypherpunk-orientiert, Bitcoin-only, 100% selbstfinanziert.

Bull ist nicht nur eine App, sondern ein Werkzeug, um sich Schritt für Schritt aus dem klassischen Banking zu lösen.

Was ich daran schätze:

→ Non-custodial Exchange. Bull hält die Coins nie, sondern leitet sie direkt in deine eigene Wallet. Anders als bei klassischen Krypto-Börsen gibt es keinen "Withdraw"-Schritt – du gibst von Anfang an deine eigene Adresse an.

→ Aus Bitcoin direkt fremde IBANs bezahlen. Ich nutze das, um EU-Rechnungen direkt zu begleichen – ohne Umweg über mein Bankkonto. Vermieter, Versicherungen, Abos: SEPA-Transfer an den Empfänger, ich verkaufe Bitcoin im Hintergrund. Das ist die eigentliche Stärke von Bull.

→ vIBAN integriert. Neu hinzugekommen: ein eigener Virtual IBAN auf meinen Namen. Den nutze ich aktuell, um Revolut, Wise und N26 aufzufüllen – mit dem mittelfristigen Ziel, diese Konten ganz auf 0 zu bringen und nur noch über Bull zu operieren.

→ BULL Wallet als eigenständige Wallet stark genug. Auch ohne Exchange-Nutzung lohnt sich die App: PayJoin (privacy-fördernde Transaktionen, wenn der Empfänger es unterstützt), Liquid-basierte Lightning-Zahlungen ohne Channel-Management, Auto-Transfer per non-custodial Atomic Swaps in die Cold Storage. Plus: Ark ist bereits im Experimentier-Modus integriert – ein neues Bitcoin-Layer-2 mit anderen Trade-offs als Lightning, an dem das Team aktiv mitentwickelt.

→ Cypherpunk-Ethos. Selbstfinanziert, Bitcoin-only, Open-Source. Das ist kein Marketing-Klingelwort, sondern erkennbar gelebt.

Was man wissen sollte:

→ KYC nur bei Exchange-Nutzung – nicht für die Wallet. Wer die BULL Wallet rein als selbst-verwaltete Liquid-Lightning-Wallet nutzen will, kann das ohne Identitätsabgabe. Erst wenn man die Exchange-Brücke nutzt – Bitcoin in Euro umwandeln, SEPA-Transfers an fremde IBANs, vIBAN beantragen – wird KYC nötig. Diese saubere Trennung gibt dem User die Wahl, wo er Compliance akzeptiert.

→ PayJoin braucht einen Partner. Funktioniert nur, wenn der Empfänger PayJoin auch implementiert hat. Bei normalen Adressen läuft die Zahlung als Standard-Transaktion durch.

→ Spreads und Gebühren. Non-custodial heißt nicht gebührenfrei – Bull verdient an Spreads beim Wechsel und an Service-Gebühren. Für gelegentliche Nutzung kein Problem, bei großen Volumen lohnt der Vergleich mit OTC-Optionen.

→ Verfügbarkeit länderabhängig. Aktuell EU, Kanada, Mexiko, Costa Rica, Argentinien, Kolumbien. Außerhalb dieser Regionen geht's nicht.

Mein Fazit:

Bull Bitcoin ist für mich kein "Konkurrent" zu Phoenix oder Aqua, sondern ergänzt sie auf einer anderen Ebene: nicht Wallet-Funktion, sondern Banking-Brücke. Mit der vIBAN-Funktion und der Möglichkeit, direkt aus Bitcoin EU-Rechnungen zu begleichen, ist Bull das einzige Werkzeug in meinem Stack, das mir realistisch ermöglicht, klassische Bankkonten Stück für Stück abzubauen. Das ist der eigentliche Gewinn – nicht eine weitere App, sondern ein Schritt Richtung tatsächlicher finanzieller Souveränität.

Und selbst wer nicht auf die Exchange-Funktionalität angewiesen ist, bekommt mit der Wallet eine technisch progressive App mit PayJoin, Liquid und Ark-Experimenten.
1
Underdog · 4w
"vIBAN integriert. Neu hinzugekommen: ein eigener Virtual IBAN auf meinen Namen. Den nutze ich aktuell, um Revolut, Wise und N26 aufzufüllen" Was meinst Du mit auffüllen? Habe mir ebenfalls die vIBAN geholt und darauf einen kleinen Betrag gesendet. Das hat funktioniert. Nun wollte ich jemandem dar...