Damus
TheGrinder · 4d
Wenn du erstmal aus dem system - in welchem du durch Jahreslanges bezahlen von Pflichtbeiträgen steckst - aussteigst ändert sich das alles von einem Tag auf den anderen. Wenn du ins Ausland gehst in...
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Bin ich ganz bei dir, nur glaube ich man unterschätzt schnell, wie groß die Hürde ist, wenn Familie im Spiel ist. Auswandern ist dann nicht nur eine finanzielle oder ideologische Entscheidung, sondern betrifft Schule, Sprache, soziales Umfeld der Kinder, Job­sicherheit des Partners und oft auch Pflegeverantwortung für Eltern. Selbst wenn ein anderes Land theoretisch freier wirkt, bedeutet das praktisch ein hohes Risiko für Stabilität und Lebensqualität.

Deshalb bleiben Menschen historisch gesehen selbst unter deutlich schwierigeren politischen oder wirtschaftlichen Bedingungen meist in ihrer Heimat. Vertraute Strukturen, Sprache, Kultur und soziale Netze wiegen für viele schwerer als ökonomische Vorteile. Das gilt heute genauso – ob innerhalb Europas oder außerhalb. Freiheit ist eben nicht nur eine Frage von Regulierung, sondern auch von Sicherheit und Zugehörigkeit.

Ich denke daher, dass viele eher versuchen werden, innerhalb ihres bestehenden Umfelds Lösungen zu finden, statt alles auf eine Karte zu setzen und das Land zu verlassen – gerade wenn Familie Verantwortung bedeutet und nicht nur Einschränkung. Ich hoffe wir würden es hinbekommen eine parallel Gesellschaft aufzubauen aber das scheitert meist sobald es um mehr als nur Nahrung oder kleine Dienstleistungen geht…