Damus
Dreiberge · 4d
Mein „Problem“: Ich sage manchmal zu viel. Was ich denke, was ich meine, was ich fühle. Damit mache ich mich angreifbar und biete eine Projektionsfläche. Oft stehe ich dann schlechter und unsymp...
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Die Menschenfarm (aka "UDR=Unsere Demokratische Republik"), auf der wir leben, begünstigt die Überlebensstrategien der "Alles gut!-Leute" (Ist Dir bestimmt auch aufgefallen die letzten Jahre, dieses ständige "Alles gut!"-Herausgebelle auf den leisesten Hauch einer Möglichkeit von Dissens. Das regt mich immer derartig auf, daß ich diesen Leuten regelmäßig einen Vortrag halte, je nach Laune entweder: "Wenn alles gut wäre, dann wäre ich 25 Jahre alt mit dem Verstand von heute und lebte auf Madeira", oder: "Warum sagen Sie das? Sehe ich aus, als müßte ich beschwichtigt werden? Was ist nur los mit Ihnen, das ist doch unwürdig, wie bei einem Hund, der sich auf den Rücken legt und den Hals präsentiert!"). Zurück zum Thema: Die Leute haben Angst. Vorm Nachbarn, vorm Chef, vorm Partner, vor der Gesellschaft, vor Migranten, vor lastenfahrradfahrenden Denunzianten, vor der Polizei. Wer aus der Reihe tanzt, hat mit Repressalien zu rechnen. Herdentiere bilden automatisch einen Kreis, weil alle nach innen drängen und dadurch die Angriffsfläche verringert wird. Menschen mit ungewöhnlichen Ansichten stören dieses Konstrukt. Weg mit denen.