@nprofile1q... Total. Wer Sprache liebt, macht das mit Menschen, die ein Gefühl für Nuancen haben und überlässt das nicht der Wahrscheinlichkeitsrechnung...
"Na, lässt Du Deine Bücher bald mit KI schreiben?!" lässt sich in der Regel so übersetzen:
a) "Hab weder Ahnung vom Schreiben, noch von KI" oder b) "Erwarte von einem Buch weder neue Gedanken, noch originelle Sprache, Durchschnittspampe reicht vollkommen aus"
Dazu muss natürlich gesagt werden: Es war schon vor dem Anstieg der Preise & dem Angriff auf die Gänze der Ukraine vernünftig, in einen langfristig lebenswerten Planeten zu investieren. Aber die finanziellen Anreize & auch das Thema Erpressbarkeit sind nun wirklich so obvious, das es schmerzt.
Schon bezeichnend, wie viele derjenigen, die jahrelang in Sachen Energiepolitik für „Technologieoffenheit“ & „ideologiefreie Lösungen“ geworben haben, sich nun mit Händen und Füßen gegen eine ökonomisch & politisch absolut rationale massive Förderung von Alternativen zu fossilen Brennstoffen wehren.
Ah ja, die AfD kämpft also für „Freiheit für sich selbst“. Es tut mir so leid für die letzten Sozialliberalen in der FDP, für Schnarrenberg & Baum. Mit Kubicki wird die FDP nach rechts rücken und versuchen AfD-Wähler für sich zu gewinnen & mit diesem Sound die AfD letztendlich doch nur stärker machen.
@nprofile1q... Das hatte ich auch nicht so verstanden. Finde nur generell diese Trennung von Werk / Künstler oft nicht einleuchtend. Wird ja in der Regel meist nur diskutiert, wenn es um echt problematische Sachen geht, wo ich mich als Autorin dann auch frage: Warum schreibt wer sowas, wenn er/sie angeblich „privat“ ganz anders drauf ist. Man kann ja das Thema Missbrauch auch kritisch aufbereiten, bei vielen „Klassikern“ wirkt es auf mich aber eher wie verkaufsfördernder PseudoP0rn.🤷🏻♀️
@nprofile1q... Leuchtet mir nicht ein. Wenn ein Regisseur nachweislich minderjährige Mädchen missbraucht hat, und das auch in seiner Kunst angdeutet oder offen thematisiert hat, macht sein Tod nix besser. Und er war mit seinen Taten auch kein Kind seiner Zeit. Das war damals auch schon nicht "normal".
Lese mich ja gerade durch die SZ-Sammlung der „Weltliteratur“ und was soll ich sagen - es ist einfach nur bitter, wie oft die (unkritische) Darstellung krasser Misogynie & sexueller Übergriffe (auch gegenüber Kindern) vor nicht allzulanger Zeit noch als hohe Kunst betrachtet wurde. 🫤
Da jetzt einige hier schreiben "ich weiß nicht ob ich in den Widerstand gegangen wäre" oder "ich weiß nicht ob ich bei der Entscheidung Leben oder Tod..." – aber darum geht es in dem Post doch gar nicht. Der Text auf den ich mich beziehe gibt die Kontruktion "NSDAP-Mitgliedschaft oder Tod" doch gar nicht her. Mich macht das ehrlich betroffen.
Zum geschichtlichen Kontext: Es gab damals viele polnische Gastarbeiter in der französischen Industrie. Diese wurden teils gezielt angeworben. In der Resistance waren dann später auch einige eben dieser Gastarbeiter aktiv. Einige sind nach dem Krieg zurück nach Polen, es gab sogar organisierte Programme dafür. In Polen gab Meine Oma hat perfekt Französisch gesprochen, es war ihre Muttersprache. https://en.wikipedia.org/wiki/Poles_in_France#Polish_resistance_during_the_Nazi_occupation_in_France