Hungersteine
Ich sitz in einem Zug und reime,
am Rhein sichtet man Hungersteine.
Ein weitres Jahr im Widerstand,
diesmal weniger alleine.
Gegen all die fetten Bänker-Schweine.
Gegen all die dummen Realisten,
die es eigentlich besser wüssten.
Gegen dich und gegen dich,
Gegen dich und dich und dich… 🔁
Und zuletzt auch gegen mich.
Was machst du da?
Warum bist du hier?
Fragen sie mit Wissbegier.
Ich sag:
"Ich will einfach nur hier sitzen, bei 40 Grad im Schatten schwitzen."
Dann lachen sie:
Ich mache Witze,
niemand wirklich niemand sitze,
Tag für Tag in dieser Hitze.
Vor allem nicht, das sei doch krank,
vor der Europäischen Zentralen-Bank.
Ich entgegne nur hierzu:
"Wenn ich erklär was ich hier tu,
vergisst dein Siebhirn mich im Nu,
drum setz dich einfach mit dazu."
Bewaffnet mit Symbolgewalt,
hoff ich, dass es in Köpfen knallt.
Die ganze Straße wird beschallt.
In Rheinland-Pflaz, da brennt der Wald.
Mich, mich lässt dein Spott ganz kalt.
Idealisten werden niemals alt.
In mir glimmt noch heiße Glut,
Überreste weißer Wut,
In Asche liegt der Bankenstaat,
Der im Vertraun dein Geld verwahrt.
Mit deiner Kohle Waffen kauft,
Im Zweifel gegen dich gebraucht,
Der rückwärts denkt,
die Wirtschaft lenkt,
den Eisberg rammt,
das Schiff versenkt,
die Zukunft an den Nagel hängt,
und mich in meinem Recht beschränkt.
"Wenn du mich siehst, dann weine."
Steht auf einem Hungersteine.
"Wenn du mich siehst, dann renne!"
Bevor ich deinen Schein verbrenne.
